Montag, 28. Mai 2012

Unter Wasser

Liebe Pfingstwochenendegeniesser

Nachdem ich mit Rob und Jason Cartagena nach beinahe einer Woche den Ruecken gekehrt hatte, fuhren wir entlang der Karibikkueste nach Osten Richtung Santa Marta, wo wir im Hostel La Brisa Loca Unterkunft in einem grossen Dorm bezogen. La Brisa Loca ist ein wunderbares Hostel, gross und voller Leben, mit einem tollen Vibe unter den Backpackern, mit Swimming-Pool, Billardtisch, einer grossen Bar - und AC, was bei dieser Hitze unumgaenglich ist. Hier herrschen geschaetzte 35 Grad plus Luftfeuchtigkeit, man schwitzt also konstant und wegen nichts. Da ist eine Klimaanlage Gold wert!
Hostel La Brisa Loca
Die Bar. Ueberlebenswichtig.

Jedenfalls, wir sind nach Santa Marta aufgebrochen, um einerseits noch ein wenig die Karibik und seine Sonne auszunuetzen, Leute kennen zu lernen und eine entspannte Zeit zu haben, andererseits aber auch, weil ich mich entschlossen hatte, endlich meinen PADI Open Water Dive zu machen! Schon lange hat die Unterwasserwelt bei mir ein beeindruckendes, aber auch mulmiges Gefuehl ausgeloest. Zeit also, abzutauchen und zu schauen, wie ich unter Wasser klar komme.

Zusammen mit Rob suchten wir uns in Taganga, einem kleinen Doerfchen in der Naehe von Santa Marta eine Tauchschule und fanden in Aquantis einen perfekten Ort, um sicher und entspannt mit dieser neuen Situation zu recht zu kommen. Nach einem 3 1/2 Stuendigen Tauchinstruktionsfilm (Uff!) gings am naechsten Tag los. Es standen 2 Tauchgaenge in etwa 3 Meter Tiefe im Tayrona National Park an, um einige Uebungen zu machen, dann insgesamt 4 Open Water Tauchgaenge, um einerseits wenige weitere Uebungen zu machen, aber vor allem, um mit der Situation vertraut zu werden.

Und die Uebungen hatten es in sich! Brille mit Salzwasser fluten und dann unter Wasser vom Meerwasser befreien. Bestimmte Personen haetten es jetzt wohl verspielt gehabt, gell Mami! ;)
Jedenfalls, die Uebungen sind halt schon notwendig, aber eher, damit man weiss wies geht, falls mal wirklich was passieren sollte.

Dann kam der Moment meines ersten offiziellen Tauchgangs. Und wirklich: es ist eine ganz andere, vollkommen faszinierende Welt da unten, man hoert nur den eigenen Atem und beobachtet die farbigsten und interessantesten Kreaturen aus naechster Naehe. Muraenen, riesige Lobster, hunderte Fische, Kugelfische, Barrakudas, der Lion Fish (hochgiftig!), Rochen, etc. Nur Haie haben wir nicht gesehen, spielt jetzt aber auch nicht so eine Rolle bei den ersten Tauchgaengen.









Unser Tauchinstruktor Laurent

Nach 3 Tagen hatten wir unser PADI im Sack und feierten dies natuerlich ausgiebig mit einigen neuen Kolumbianischen Freunden. Unglaublich, wie offen und angenehm die Leute hier sind. Und ist natuerlich gut, um mein Spanisch in Takt zu halten!

Nach einer Woche Santa Marta fuhren wir los in Richtung Bucaramanga im Landesinneren und liessen Schweiss, Abenteuer, Spass und jede Menge unvergessliche Eindruecke zurueck!

Was fuer ein Land! Stay tuned, folks! ¡pura vida!

Entspannte Tage in der schoensten Stadt Suedamerikas

Hallo zusammen

Nachdem ich also mit der Ave Maria in Cartagena ankam, bezog die ganze Crew im Hostel El Viajero Unterkunft. Da wir uns in den vergangenen 5 Tagen so gut angefreundet hatten, blieben wir vorerst zusammen, um die schoenste Stadt Kolumbiens (und gemaess Lonely Planet auch von ganz Suedamerika) zu erkunden.
Und wirklich: Cartagena ist ein kleines Schmuckkaestchen! Vor allem die Altstadt innerhalb der alten Stadtmauern glaenzt mit prachtvollen Haeusern im Kolonialstil, vielen kleinen Boutiquen, Restaurants und Museen. Total das Gegenteil also von den meisten Staedten in Mittelamerika (mal abgesehen von Antigua und Granada).









Hier verbrachte ich beinahe eine Woche mit meinen Freunden und genoss es, mal nicht jeden Tag von Busstation zu Hostel zu Sehenswuerdigkeit rennen zu muessen, sondern mehr das savoir vivre zu geniessen und das kolumbianische Nachtleben zu entdecken. Und da gibt es einiges zu entdecken...! :)


Ansonsten verbrachte ich zwei Tage auf der Insel Barú, dem Wochenendausflugsort der Cartageaner und schwitzte/braeunte mich am Strand, badete in einem Schlammvulkan, entdeckte Museen und Kultur (jaja, muss auch mal wieder sein) der Stadt oder chillte einfach nur rum.




Der erste Eindruck von Kolumbien war also schon mal sehr vielversprechend, weshalb ich mit den zwei Iren Jason und Rob noch ein wenig weiter an der Karibikkueste verweilen werde und noch ein wenig mehr Sonne tanke, bevor es dann ins Landesinnere geht, wos kaelter wird. Also optimale Vorbereitung fuer die Heimreise in die Schweiz! ;)

Stay tuned, folks! ¡pura vida!

Mittwoch, 23. Mai 2012

I am Sailing, I am sailing...

Liebe Leute,

Wie schon angesprochen musste ich mich in Panama entscheiden, wo und wie ich meinen letzten Monat auf Reisen verbringen moechte. Soll ich zurueck nach Nicaragua oder doch noch nach Honduras? Nach meinem Aufenthalt in Luna's Castle wurde mir jedoch schnell klar, wies weitergehen soll: auf nach Kolumbien per Segelboot!

Nachdem sooo viele Leute von Kolumbien geschwaermt hatten, fiel mir diese Entscheidung relativ leicht, vor allem, da ich so endlich wieder ein paar Tage auf einem Segelboot verbringen konnte - wie letztes Jahr bei meinem unglaublichen Trip nach Guadeloupe. Der Plan war, 3 Tage durch die San Blas Inseln zu segeln und dann 2 Tage fuer die Ueberfahrt nach Cartagena zu verwenden. Gesagt, getan.

Zusammen mit den 4 Norwegerinnen, einer Australierin, einer Amerikanerin und einem Iren segelten wir auf der Ave Maria unter Kapitaen Paul und seiner Kolumbianischen Freundin Sindry los. Und ich sage euch: die naechsten 3 Tage sollten einfach nur paradiesisch sein. Die San Blas Islands sind 360 Miniinseln, die nur aus Sand, Palmen und Korallenriffen bestehen. Da Bilder mehr sagen als tausend Worte: voila!













Hummer mit Kokosreis, Magen was willst du mehr!

Den ganzen Tag chillte ich rum, las, schnorchelte durch eine wunderbare Unterwasserlandschaft, lag in der Sonne und liess mich von Sindry bekochen. Gluecklicherweise waren wir eine Supercrew, so dass wir auch nach 5 Tagen auf engstem Raum uns nicht auf die Nerven gingen.

Und dann kamen wir auch schon in Suedamerika an. Eigentlich nicht wirklich so geplant, aber eben, Plaene aendern sich schnell auf Reisen :) Die letzten 3 Wochen meiner Reise werde ich also nun in Kolumbien verbringen, bevor ich dann nach New York fliege, und ja dann auch schon wieder bald Schweizer Boden unter den Fuessen spuere.

Bis dann gibts aber noch ein bisschen was zu erleben, also stay tuned, folks! ¡pura vida!

Dienstag, 15. Mai 2012

Ciudad de Panama oder die kosmopolitischste Stadt Mittelamerikas

Dear all,

Nachdem ich also Bocas del Toro per Nachtbus verlassen hatte, war Panama City mein naechstes Ziel. Hier wollte ich mir mal Zeit nehmen und mir ueberlegen, was ich in den verbleibenden Wochen noch so alles sehen und machen will. Gibt ja genug Moeglichkeiten hier. Nach den Partytagen und der intensiven Sonne und Hitze schien mir Panama der richtige Ort zu sein, ein wenig Kultur zu schnuppern und eine Stadt zu entdecken.

Da ich viel positives ueber die Stadt gehoert hatte, war die Vorfreude gross, wieder mal in einer richtigen Grossstadt herumzutiegern. Jedoch war ich von der Stadt an sich jetzt nicht so begeistert, da sie zwar mit einer imposanten Skyline aufwartet, ansonsten aber kein richtiges Zentrum besitzt. Und da der historische Teil der Stadt, Casco Viejo, gerade ausgiebig renoviert und wohl in einigen Jahren Zuschauer in Scharen anlocken wird, konnte ich auch nicht viele der altehrwuerdigen Gebaeude bestaunen.

Zum Glueck gab es da aber mein Hostel Luna's Castle, welches einfach nur atemberaubend ist und den Geist des Backpacker-Reisens perfekt einfaengt. Wirklich wie ein kleines Schloss aufgebaut, hat Luna einen riesigen Aufenthaltsraum, wo sich Backpacker aus unterschiedlichsten Laendern treffen und ein stetiges Treiben herrscht. Kein Problem also, mit den verschiedensten interessanten Menschen in Kontakt zu kommen.

Ich verbrachte die meisten Tage meines Aufenthalts mit dem Hollaender Rene, den ich auf dem Bus nach Panama City kennen gelernt habe, dem Mexikaner Rodrigo, sowie den Norwegerinnen Ingrid I + II, Siri und Nina, mit welchen ich immer wieder kleine, aber feine Orte und Plaetze gefunden haben, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Aber seht selbst:

Casco Viejo mit Praesidentenpalast

Der Fischmarkt, wo man Thunfisch, Red Snapper, Crevetten  etc. spotbillig  kaufen konnte. Das dazugehoerige Restaurant bereitete den gekauften Fisch auf Wunsch dann gleich zu.

Kirche in Casco Viejo


Casco Viejo

Ich vor einem Teil der Skyline

Ausblick von unserem Zimmer in Luna's Castle by Night

Panama-Kanal


Schaut euch den Unterschied an, wenn das Wasser im Dock abgelassen wird, um das Kreuzfahrtschiff durch das Dock zu manoevrieren. Vor...

...und nach dem Wasserlassen. Nur so koennen die Hoehenmeter ueberwunden werden. War recht spannend, dies bei einem so grossen Kreuzfahrtschiff zu sehen. Leider wars das aber auch schon vom Kanal, weiteres Sightseeing waere wohl nur aus der Luft sehenswert gewesen.

Rene, der Hollaender, vor dem Kreuzfahrtschiff Amsterdam. What a coincidence!

Ausblick vom Nationalpark Metrocentro auf die Skyline von Panama (von hinten)



Wie ihr seht, bin ich also neben Stadtsightseeing auch am Kanal gewesen, ein Must, wenn man Panama besucht. Sonst verbrachte ich viel Zeit mit meinen Freunden von hier, wir gingen aus oder ins Kino (American Reunion), tranken 50 Cent-Happy-Hour-Bier, chillten im Hostel und hatten einfach eine gute, entspannte Zeit, so dass mir Panama - obwohl die Stadt wie gesagt jetzt nicht der Knueller ist - sehr gut in Erinnerung bleiben wird.

Als naechstes gibts dann wieder viel Strand und Sonne, ich segelte naemlich ueber die San Blas Islands nach Kolumbien! Sehr spontane Entscheidung, mehr dazu dann im naechsten Blogbeitrag.

Stay tuned, folks! ¡pura vida!