Nachdem ich euch also in Antigua zurueckgelassen habe mit meiner Erzaehlung, ging es nach zwei entspannten Tagen weiter mit dem Minibus nach Semuc Champey. Leider sind diese Busse jedoch unglaublich unbequem und zudem hatte ich das Vergnuegen auf der Radkappe zu sitzen. Fuer 8 Stunden. Mit angewinkelten Beinen ohne Kopfstuetze. D'Ohh!
Naja, nach Dehnuebungen und Nackenstarremassage erreichten wir um Mitternacht die Zephyr Lodge in Lanquín, wo wir nicht ganz so begeistert empfangen wurden, jedoch in den Folgetagen ein unglaublich herrliches, fantastisch organisiertes Hostel vorfinden konnten. Dieses Hostel steht auf einer Huegelkante, wodurch man sowohl Sonnenauf- als auch Untergang sehen kann. Zudem werden sie ihrem Leitspruch "By travellers, for travellers" in jeder Hinsicht gerecht. Nun aber genug der Werbung!
Zephyr Lodge in Lanquín
Ausblick nach Norden...
...und der Sonnenuntergang hinter den Bergen
An naechsten Tag unternahmen wir eine Tour an die spektakulaeren Naturterrassen von Semuc Champey, wobei wir zuerst eine Stunde auf den Ruecklade eines collectivos durchgeschuettelt wurden. Stehend. Aber war sauglatt! Danach erkundeten wir nur mit Kerzen ausgestattet das Hoehlensystem von Semuc. Wir wateten, kletterten und schwammen (!) also zu Kerzenschein durch diese Hoehle, was unglaublich aufregend war. Highlight war das Erklettern eines Miniwasserfalls per Seil!
Die Naturterrassen von Semuc Champey
Nach praktisch 2 Stunden im Hoehlensystem gings wieder an die waermere Luft, wo wir uns im Fluss abkuehlen und von einer Bruecke springen konnten. Danach genossen wir die Aussicht ueber die Terrassen. Was fuer ein Ausblick! Nicht zu unrecht gilt dieser Platz als einer der schoensten in ganz Mittelamerika. Danach badeten wir in den gebildeten Seen, rutschten, sprangen oder kletterten von Terrasse zu Terrasse, bis wir dann ganz begeistert zurueck ins Hostel gefahren wurden und dort St.Patrick's Day mit reichlich Bier begossen! Der bisher beste und abenteuerlichste Tag der ganzen Reise!
Leider mussten wir am naechsten Tag weiter, wobei uns erneut eine lange Fahrt nach Tikal/El Remate brachte. Diesmal wurde es noch schlimmer mit der Konfortabilitaet. Nun sass ich auf einer Box. Nicht mal gepolstert. Kaum Beinfreiheit. Mit dem Ruecken zur Fahrtrichtung. Aber solche Busfahrten gehoeren hier wohl dazu!
Steg vor unserem Hotel Mon Ami am Lago de Petén Itzá
Am Abend konnten wir uns dafuer herrlich am See Petén Itzá abkuehlen, bevor es am naechsten Tag nach Tikal ging, um die spektakulaeren Maya-Ruinen mitten im Dschungel anzuschauen. Als wir am morgen dahin gekommen sind, war alles noch vom Nebel verhangen und man konnte nur langsam die Umrisse dieser faszinierenden Bauten sehen. Begleitet von Urwaldgeraueschen war dies ein eindrueckliches Momentum. Als die Sonne dann rauskam, konnte man die ganze Wucht dieser Pyramiden sehen. Quer im Urwald verteilt stehen bis zu 60 Meter hohe Tempel und ueberdauern schon beinahe 2000 Jahre. Wie die wohl gebaut wurden? Unglaublich!
So, damit endet vorerst mein Trip durch Guatemala, doch auch hier will ich unbedingt nochmals hin, um mir ein wenig mehr Zeit zu goennen, die Schaetze dieses Landes zu erkunden. Beim naechsten Blogbeitrag spielen dann Haie eine entscheidende Rolle.
Stay tuned, folks! ¡pura vida!
