Samstag, 28. April 2012

Als Tourguide durch Costa Rica

Liebe Blogwartende

Da kamen sie also durch die Flughafentuer getrottet, meine kleine Schwester und Michi! Schliesslich sind sie am Sonntag doch noch angekommen (natuerlich wieder verspaetet), immerhin wohl mehr ausgeruht durch ihren Aufenthalt in einem 5*-Hotel in Panama City, als wenn ich sie gestern gleich ins Hostel gezerrt und dann am morgen frueh in den Bus geschleppt haette. So hatten sie immerhin 2 Stunden Zeit, sich zu akklimatisieren, bevor es dann doch in den Bus ging und wir nach Puerto Viejo fuhren, wo wir am Abend ankamen. Einchecken bei Rocking J'sm welches wohl wegen den Osterfeiertagen sehr leer war und leider nicht dieselbe Stimmung bieten konnte, wie noch im Februar.
 
In der Hängematte im Rocking J´s
Trotzdem genossen wir die esten beiden Tage am Strand in Cocles, beim leckeren Wahoo-Essen (O-Ton Michi: "Der leckerste Fisch, den ich je gegessen habe"), genossen die Smoothies der lokalen Bakery und die Drinks der Strandbars. Leider vergass Michi, wie bleich er noch war und das Sonnencreme ueberall auf den Koerper aufgetragen werden muss, um zu wirken - und verbrannte sich seinen Fuss hoellisch.


Am Strand von Tortugero













 So stark, dass er von rot zu violett wechselte und dann anschwoll und ihn fuer den Rest seines Tripps beim Laufen behinderte. Aber er biss auf die Zaehne, obwohl der Fuss manchmal eher einem mit Wasser gefuellten roten Plastikhandschuh glich. ;)

Jedenfalls machten wir uns danach per Rivercruise nach Tortugero auf, dem Mini-Amazonas von Costa Rica. Und wir wurden nicht enttaeuscht bei unserer Kanutour auf den verzweigten Kanaelen: Viele Tiersichtungen, leichter Nieselregen, schmale Mangrovenkanaele - so stellt man sich den tiefsten Dschungel vor.


Ein Halsbandarassari, eine Tukanart

Ein Kaiman

Ein Fischotter beim Chillen nach verdrücktem Fisch













































Krater des aktiven Vulkans
Nach diesen tollen Eindruecken machten wir uns wieder zurueck auf den Weg Richtung San Jose, wo wir uns den Volcan Poás mit seinem dampfenden Schwefelkrater anguckten und uns ueber die "schweizerischste" Natur von Costa Rica erfreuten. Wanderung an den erloschenen zweiten Krater mit seiner Laguna inklusive.






Am erloschenen zweiten Krater mit Lagune












Sonnenuntergang am Playa Tamarindo - natürlich mit cerveza

Naechster Stopp meiner Tour de pura vida war Playa Tamarindo, auch Tamagringo im Volksmund genannt wegen den vielen Amis, die dort surfen, chillen und viel essen. Wir taten es ihnen aehnlich und genossen einige entspannte Tage am Strand und in den vielen leckeren Restaurants (persoenliches Highlight: Thunfisch, minim angebraten im Sesammantel auf Gemuesbouqet mit pikanter Pestosauce, dazu Wasabi und Ingwer - ein Gedicht und das bisher Beste, was ich in Costa Rica verspiesen habe!). Negativpunkt hier: Martina holte sich eine tueckische Lebensmittelvergiftung und lag einen Tag tot im Bett. Leider spuerte sich auch die folgenden Tage noch die Nachwirkungen, weshalb sie ein wenig geschwaecht den letzten (und anstrengendsten) Teil unserer Reise in den Angriff nehmen musste: Nach Nicaragua.
 Dort zeigte ich ihnen Granada plus Umgebung mit seinen kleinen 365 Inseln, die durch den Mombacho-Ausbruch entstanden waren und die Masaya-Region mit dem aktiven Vulkan als Hoehepunkt. Dabei lernten wir mit Maurizio einen tollen Tourguide und Freund, sowie weitere interessante und tolle Personen kennen, mit denen wir einige tolle Abende in Granadas Nachtleben verbringen durften,

Eine der 365 Inseln rund um Granada
Mit dem lokalen Bier am Anstossen: Michi, Martina, Pedro, Moi und Maurizio














Bewohner der Isla de Monos













In Case of an Outbreak...

Vulkan Masaya, der uns mit seinem Schwefeldampf die Lungen füllt

Blick über die Masaya-Region vom Vulkan aus gesehen




































 
Dann hiess es schon wieder Abschied nehmen, denn 2 Wochen gehen sehr schnell vorbei. Von San Jose flogen Martina und Michi also wieder zurueck in die Schweiz, wo sie sicher (aber natuerlich mit Verspaetung) ankamen. Ich habe mich unglaublich gefreut, sie zu sehen und den Tourguide mal mehr, mal weniger zu spielen und mit ihnen einige Highlights aus Mittelamerika zu erleben.

Fuer mich geht es erstmal alleine weiter nach Panama, wo ich aber mich mit Jan in Boquete treffen werde. Dies aber dann beim naechsten Blogpost.

Stay tuned, folks. ¡pura vida!

Samstag, 21. April 2012

Meine Rueckreise nach Costa Rica

So, da bin ich wieder, meine lieben Blogfollower. Es ist eine Weile her seit meinem letzten Eintrag, aber das bedeutet hier meist, dass ich einfach keine Zeit (oder kostenguenstige Internetverbindung) gefunden habe, die Welt ueber meine Abenteuer hier zu informieren. Aber immer mal wieder gibts auch fuer mich Ruhetage wie dieser, wo ich mal ein bisschen mich vom Reisen erholen muss und nur rumchille (oder in engen Internetcafes sitze) und pura vida in vollen Zuegen geniesse (da ein Bierchen neben dem PC hier steht, gilt das auch fuer enge Internetcafes ;) ).
Also, wo war ich? Genau. Ich verliess Playa del Carmen wieder in Richtung Costa Rica, um Martina und Michi die Vorzuege Costa Ricas vorzustellen. Deshalb fuhr ich los von der Yucatan-Halbinsel, durch Belize in einem abenteuerlichen Chicken-Bus bis nach Punta Gorda, einem verschlafenen Garifuna-Staedchen (karribische Schwarzen-Kultur), wo ich uebernachtete, aber sonst auch gar nix erlebte.
Dann mit einem kleinen Speedboot ueber die Grenze nach Livingston, Guatemala und von dort dann mittels spektakulaerem Rivercruise durch den Rio Dulce Richtung Doerfchen mit ebensolchem Namen am Lago de Izabal. Vor allem diese Fahrt erwies sich als Highlight, da es mir gelang, eine Seekuh und hunderte Voegel, die in Schwaermen ueber das Wasser zogen, zu beobachten.

Von Rio Dulce aus machte ich mich dann wieder mit einem Chicken-Bus (die heissen so, weil es erlaubt ist alles, wirklich ALLES in den Bus zu nehmen; bei mir warens jetzt nur ein paar Huehner, aber mein El Salvadorianischer Sitznachbar hat auch schon erlebt, dass ein Esel im Bus Platz genommen hat. Wie viel er bezahlen musste, ist leider nicht ueberliefert...)

Jedenfalls bin ich am Gruendonnerstag in San Salvador angekommen mit dem Ziel die Weiterfahrt nach San Jose zu buchen, doch leider stellte sich heraus, das die Osterwoche (Semana Santa) Mittelamerika mehr oder weniger Stilllegt, was v.a. fuer den Karfreitag gilt. Nix geht mehr, keine Restaurants sind geoeffnet, keine Busse fahren mehr! Shit!
Da war ich also in SS gestrandet und musste ja am Ostersamstag meine Schwester abholen! Zaehneknirschend kaufte ich mir einen Flug fuer Karfreitag (Aha, internationale Fluege gibts also, internationale Busse aber nicht!) und kam dann etwas aermer in Costa Rica an. Aerger nicht genug, wollte Iberia meiner Schwester noch ein Passstempel in Panama ermoeglichen, weshalb sie nicht am Samstag, sondern erst am Sonntag ankam. Angeblich war das Wetter schuld, dass die Maschine in San Jose nicht landen durfte. Komisch, dass es bei allem anderen Fluggesellschaften einwandfrei geklappt hat...AergerAergerAerger und glaubt mir, fliegt NIE mit Iberia, wenn ihr nicht Verspaetungen, Streiks oder andere Probleme erleben wollt!

Ja jedenfalls, nachdem ich mich am Samstag gruen und blau geaergert habe, sind sie dann am Sonntag doch noch angekommen, womit dieser Blogeintrag jetzt endet und der naechste dann anfaengt.

Note: Leider spinnt meine Kamera und erlaubt mir nicht, Fotos auf den PC zu laden, deshalb vertroeste ich euch auf spaeter.

Also, stay tuned, folks! ¡pura vida!

Montag, 2. April 2012

¡Viva Mexico!

Ich schon wieder!

Muss ja endlich mal die ganzen aufgestauten Abenteuer in Reinform bringen!
Jedenfalls: Nach diesen entspannten Tagen auf Caye Caulker erreichten wir dann nach einem weiteren langen Busreisetag Playa del Carmen auf der Yucatan-Halbinsel, wo unsere zwei Freunde Roan und Jan ja noch ein bisschen Spanisch lernen und daneben vor allem die Vorzuege von Playa geniessen. Heisst: Strand, Beachbars und Party am Abend. Playa selbst war fuer uns im ersten Moment wie ein Kulturschock, so viel westlich angehauchtes hatten wir in den letzten 2 1/2 Monaten nur selten zu Gesicht bekommen. Aber um mal eine Woche zu relaxen war dies gerade richtig.

Am Strand von Cancun

Tuerkisfarbenes Wasser in Tulum

Ausblick von der Isla de Mujeres, im Hintergrund Cancun

Natuerlich liessen wir uns auch Springbreak nicht entgehen und feierten mit dem Amerikanischen Studis in Cancún um die Wette!

Fotos zensiert ;)

Natuerlich sollte auch die Kultur nicht ganz zu kurz kommen, weshalb ich mir mit Tulum die bekannteste Mayastaette in der Umgebung angesehen habe. Spektakulaer hier: 1) die Ruinen sind direkt am Meer und 2) die Horde von Tourigruppen mit Schirmtraeger als Anfuehrer! Da war Tikal doch einiges eindruecklicher.

Die Maya-Ruinen von Tulum


Jetzt gehts fuer mich bereits wieder zurueck nach Costa Rica, wo ich dann an Ostern mit meiner Lil'Sis und Michi zusammentreffe und ihnen die Vorzuege dieses Landes naeher bringen kann. Wie ich mich darauf freue, sie endlich wiederzusehen!!

Also, stay tuned folks! ¡pura vida!

Sonntag, 1. April 2012

Schnorcheln mit Haien in Caye Caulker

Liebe Freunde des gebloggten Worts

Nach einer fantastischen Zeit in Guatemala mussten wir unsere Zelte abbrechen und weiter nach Belize reisen, dem letzten Zwischenstopp auf dem Weg nach Mexiko zu unseren Freunden.
Nach der Busreise nach Belize City nahmen wir das Wassertaxi und fuhren auf die dem Festland leicht vorgelagerte Insel Caye Caulker.
Genau so stellt man sich die Karibik vor! Azurblaues Wasser, Pelikane im Tiefflug, bunte Haeuser und Reaggemusik in aller Lautstaerke von Bob Marley-Lookalikes! Hier verbrachten wir 2 entspannte Tage, die wirklich noetig waren nach den stressigen Bustrips durch Guatemala.



Dabei ergriffen wir auch die Moeglichkeit, ein wenig am Riff zu schnorcheln. Da wir nicht die ersten sind, die da schnorchelten, haben sich die Fische in der Zwischenzeit an die vielen Schnorchler gewoehnt und ergriffen nicht sofort die Flucht beim kleinsten Flossenschlag. So konnten wir eine bunte Unterwasserwelt geniessen und die Fische aus der Naehe beobachten. Ganz spektakulaer waren dabei eine Muraene, Meereschildkroeten und Barrakudas, doch das Hoghlight waren die vielen Ammenhaie und Rochen, welche sich da tummelten. Angelockt durch die Tourguides konnte ich sogar einen der Hai kurz knuddeln, was sehr interessant war (der fuehlt sich an wie Samt), aber dann oekologisch natuerlich schon ein wenig fragwuerdig, wenn die Tiere so stark auf menschliches Verhalten getrimmt werden und sich nicht wie in der Natur verhalten. Egal, eindruecklich war es auf jeden Fall!

Leider ist meine Kamera nicht wirklich wasserdicht, deshalb gibts von diesem Abenteuer auch keine Bilder. Hoffentlich kann ich aber euch zu Hause den Film zeigen, welcher ein anderer Schnorchler geschossen hat und uns versprochen hat, ihn uns zuzuschicken. Mal schauen...

Also, stay tuned, folks! Die Abenteuer sind noch lange nicht vorbei. pura vida!