Ja, ich lebe noch. Meine Blogabwesenheit in den letzten 3 Wochen war dadurch bedingt, dass Internet hier zwar vorhanden, der Zugang dazu aber in jedem Hostel hart umkaempft ist und langsame Blogger wie ich auf der untersten Stufe der Webzugangskette stehen.
Aber nun habe ich ein bisschen Zeit euch von den grossen Abenteuern der letzten drei Wochen zu erzaehlen. Wie man das ja heute in den Medien so macht, ist dies aber als Fortsetzungsblog konzipiert, ich will ja nicht gleich all mein tolles Bild- und Textmaterial verschiessen.
Also, es war einmal vor geraumer Zeit am 12.3., als ich in frueher Morgenstunde mit meinen mitreisenden Schweizer Maedels Franziska, Nadia und Melanie in San Jose in den TicaBus gestiegen bin und mich auf den weiten Weg Richtung Mexiko gemacht habe, um zwei Freunde aus der Schule (die in die Partnerschule nach Playa del Carmen gewechselt haben) zu besuchen und mit ihnen die Sonnenseite Yucatans zu geniessen.
Moi, Nadia und Franziska. Foto von Melanie
Wir fuhren also mit diesem Bus Richtung Nicaragua (juhuu, ein Stempel mehr im Pass) und ueberquerten nach etwas mehr als 4 Stunden die Grenze. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt errreichten wir Granada, eine Stadt im Suedwesten Nicaraguas, die ihren kolonialen Stil beibehalten hat und deshalb als Mekka von Backpackern bekannt wurde. Und tatsaechlich: nach Costa Rica, welches nur mit Natur pur glaenzen konnte, war die Besichtigung einer schoenen Stadt wie eine Erloesung.
Die Kathedrale von Granada
Ueberdimensionales Kreuz vor der Kathedrale bei einsetzendem Sonnenuntergang
Haendlerin in den Strassen von Granada
Wir verbrachten 2 Tage hier, genossen die entspannte Atmosphaere und die einladenden Mojitos in den diversen Bars der Flaniermeile. Und wie bunt hier alles ist! Jedes Haus leuchtet in einer anderen Farbe, was anscheinend auch im Rest von Nicaragua sein soll. Ich bin jedenfalls hellauf begeistert und werde diese Stadt plus Umgebung mit meiner Schwester Martina dann im April nochmals hierherkommen, um auch die Isla Ometepe im Nicaraguasee (ein Suesswassersee, der eher wie ein Meer erscheint; der sooooo gross ist, dass man vom Ufer nur Wasser am Horizont sieht; in dem sogar eine Population Bullsharks lebt(!)) mit den zwei Vulkanen zu erkunden.
In Granada leuchtet praktische jede Haeuserfassade in bunten Farben
Hmmmm, Mojito-Happyhour
Moi am Nicaraguasee
Jedenfalls, nachdem der erste Eindruck von Nicaragua so positiv war, ging es leider nach diesen zwei Tagen weiter nach Managua, der Hauptstadt des Landes, wo wir nur uebernachteten, um in aller Fruehe den Bus nach San Salvador zu erwischen. Ein laaaanger Tag, welcher durch Honduras fuehrte (ohne Stopp) und uns dann am spaeten Nachmittag in San Salvador endete. Hier erwartete mich eine total andere Stadt als die bisher gesehenen: Laermig, dreckig, laut und voller Menschen erschien San Salvador wie eine typische Megacity in der dritten Welt, doch wenn man durch die engen Strassen mit den vielen kleinen Shopps auf der Seite geht und ein wenig in diesem Tohuwabohu eintaucht, entfaltet die Stadt doch einen eigentuemlichen Reiz.
Leben in den Strassen von San Salvador
Am naechsten Tag fuhren wir wieder um 5 Uhr los (zum dritten Mal innerhalb 4 Tagen!), um dann mittags schon in Guatemala City zu sein, wo wir jedoch nur umgestiegen sind und nach Antigua fuhren. Auch hier wurden wir von einer wunderschoenen Stadt empfangen, welche Erdbeben, Fluten und Vulkanausbrueche scheinbar stoisch hinnimmt und mit kolonialen Bauten (oder Ruinen), wunderschoener Landschaft (die Stadt ist von drei Vulkanen umgeben) die eher an gewisse Teile Europas erinnert, sowie mit Pflasterstein bestueckte, kleine Gaesschen die Touris in Guatemala wie Fliegen anzieht. Zu Recht.
Vulkan Pacaya im Hintergrund von Antigua
Ruinen der 1773 eingestuerzten Catedral de Santiago
Die bunten Busse sind ein Markenzeichen in Guatemala
Strassenverkaeuferinnen in Antigua
Ordensschwesterinnen vor dem lokalen Kloster
Somit endet der erste Teil meiner Reise in dieser entzueckenden Stadt im Westen Guatemalas. Weiter gehts dann mit abenteuerlichen Touren durch das bisher schoenste Land Mittelamerikas tief hinein ins Herz Guatemalas.
Stay tuned, folks! ¡pura vida!
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