Wie schon im letzten Blogpost kurz angesprochen, habe ich ja den ersten Teil meiner Reise schon hinter mir. Kurze Rekapitulation der letztwoechigen Ereignisse:
Ich habe mich ja entschieden, am letzten Freitag die Schule sausen zu lassen (nicht nur um das peinliche Abschiedsproedere zu umgehen), um moeglichst frueh den Bus von San Jose nach Puerto Jimenez - dem Tor zum Parque Nacional Corcovado - zu erwischen. Am Donnerstag habe ich noch mit meinen Freunden gross Abschied gefeiert und bin dann mit Paula gleich direkt um 5 Uhr mit dem Taxi an die Busstation gefahren, um zuerst 2 Stunden zu warten (never trust the bus timetables in Costa Rica!) und dann die naechsten 10 Stunden in einem engen Bus zu verbringen. War aber ganz ok, da wir sowieso die ganze Zeit durchgepennt oder zumindest durchgedoest haben.
Am Abend angekommen, trafen wir unseren Guide fuer die naechsten 3 Tage, gingen kurz was Essen, um danach rechtzeitig in unserem Backpacker schlafen zu gehen, da es am Samstag schon um 5.30 Uhr losgehen sollte. Tagwacht also um 5 Uhr, schnell Kaffee hineinschuetten, um danach im collectivo wie Vieh auf unplafonierter Strasse 2 Stunden durchgeschuettelt zu werden. Aber ein Abenteuer beginnt meist nicht mit Komfort und Luxus. Passt also schon!
Da wir am Samstag noch nicht in den Park konnten (dafuer benoetigst du eine Reservation der Lodge, die wir erst fuer SO und MO gekriegt haben), entdeckten wir Matapalo, ein ebenfalls bezaubender Ort mit vielen Wegen durch den Dschungel, mit Wasserlaeufen und -faellen, ueber Stock und Stein, mit Spinnen und Pfeilgiftfroeschen. Haben schon hier unglaublich viel Wildlife gesehen! Kapuzineraffen, Howlermonkeys, Faultiere, Tukane und diese unglaublich schoenen, blauen Schmetterlingen, die beinahe handgross sind. Awesome!
Am SO gings dann in den Park, was eine 7 Stunden Wanderung zur Sirena-Lodge bedeutete. Bei grosser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit! Schweissgebadet (wusste gar nicht, dass soo viele Poren an meinem Koerper schwitzen konnten!) und mit schwerem Rucksack (u.a. mit Kleidern, Essen und Trinken fuer zwei Tage) wanderten wir entweder am Strand (zwar mit paradiesischer Aussicht und wunderbarem Meeresduft in der Nase, aber mit Wanderschuhen doch eher muehsam) oder durch den Urwald (meist mit schmalem Pfad). Und wir wanderten und wanderten. Ab und zu gabs eine Pause, wenn unser Guide William wieder irgendwo in den Bauemen die interessanteste Kreaturen entdeckt hatte. So sahen wir in diesen zwei Tagen unter anderem Krokodile (3m weg), dutzende Nasenbaeren, alle 4 Affenarten Costa Ricas, Tukane und rote Aras, ein Ameisenbaer mit Jungem auf dem Ruecken, ein Tapir in Griffnaehe, ein Tyra (Raubkatzenart, von der ich noch NIE gehoert habe) undundund! Es ist kaum vorstellbar, wie es sich anfuehlt, diese Tiere in der freien Wildbahn so nahe zu beobachten!
Hier ein paar Impressionen:
Nach zwei Tagen wandern waren wir jedoch recht zerstoert und wollten nur noch relaxen. Was wir dann auch nach der Ueberfahrt per Boot durch den Golfo Dulce nach Golfito gemacht haben. Dann musste ich mich leider von Paula trennen, da sie nach Panama weiterreist, waehrend ich ja nach Norden gehe. In Puerto Jimenez haben wir jedoch Kyle kennengelernt, ein Kanadier aus Nanaimo, mit welchem ich dann (mit Busanschlussproblemen) nach Dominical weitergereist bin, wo wir mit 4 weiteren Kanadiern eine tolle Suite mit Meerblick gleich ueber einer Bar fuer 10 Dollar (!) mieten konnten. Dominical besteht aus nicht viel mehr als ein paar Haeusern direkt am Strand mit vielen Palmen dazwischen und zieht Surfer und Trend-Hippies gleichermassen an - speziell dieses Wochenende, da hier ein Elektronikmusikfestival stattfindet. So konnte ich am Mittwoch einen tollen Abend mit unglaublich gutem Vibe erleben, viele interessante Menschen (v.a. Kanadier scheinen die Pazifikkueste momentan unter Kontrolle zu haben) kennen lernen und mich dann fuer die Weiterfahrt nach Montezuma vorbereiten.
Hier bin ich vor ungefaehr 3 Stunden angekommen und werde hier in den naechsten Tagen meinen Freunden Ronja und Madeleine ein bisschen ueber die Schulter schauen. Beide arbeiten hier als Voluntaere fuer die Tortuga-Hatchery, was es mir dann wohl ermoeglicht, einen dieser kleinen Racker selbst aus dem Schildkroetennest zu befreien und auf seine lange Reise ins Meer zu schicken. Wird sicher superspannend!
Also, das wars mal wieder mit dem geplanten Kurzblog, ich hoffe, ihr seit dabei nicht eingeschlafen und habt das Ding nicht ausgedruckt. Dafuer haette ja mindestens ein ganzer Baum gefaellt werden muessen ;)
Stay tuned, folks! ipura vida!
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